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HSK Münzen kauft Münzen in ganz Nordrhein-Westfalen an, per versichertem Versand aus jeder Stadt, kostenlos für Sie. Unser Standort in Sundern im Sauerland liegt zentral in NRW und ist auch für einen persönlichen Besuch gut erreichbar.

Wir kaufen Goldmünzen, Silbermünzen, DM- und Euro-Münzen, historische Münzen sowie komplette Sammlungen und Nachlässe an. Als Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels stehen wir für transparente Bewertungen und faire Preise.

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      Michael Grothe, Geschäftsführer der HSK Münzen / geseo GmbH

      Michael Grothe

      HSK Münzen

      Geschäftsführer · geseo GmbH

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      Häufig gestellte Fragen

      Münzgeschichte in Nordrhein-Westfalen

      Wer im Rheinland und in Westfalen Münzen prägte

      Viele rheinische und westfälische Münzherren prägten den rheinischen Groschen nach, der auch Weißpfennig heißt. Köln versorgte auch Westfalen mit Münzen. Aus Westfalen sind Kölner Münzen schon aus dem späten 9. Jahrhundert als Funde bekannt, allerdings nur als Einzelstücke. Das führt zuerst nach Köln.

      Köln: vom Pfennig der Erzbischöfe zur Stadtmünze

      In Köln wurde zeitweise schon zur Römerzeit und unter den Merowingern geprägt. Zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert ließen der König und der Erzbischof dort Münzen schlagen, teils gemeinsam. Unter Erzbischof Hermann II. (1039 bis 1056) verdrängte dessen Name den des Königs. Nach Noss stand Köln im 13. Jahrhundert wohl an der Spitze der deutschen Städte, und sein Pfennig erwarb nach Noss Weltruf.

      Riehl, der Albus und das Münzrecht der Stadt

      In Riehl entstanden von 1357 bis 1473 mit Unterbrechungen Gold- und Silbermünzen im Auftrag der Kölner Erzbischöfe, über 130 Münztypen, darunter der Weißpfennig. Geprägt wurde in einer Burg oder einem Gebäude, das nur Burg genannt wird. Der Weißpfennig heißt auch Albus, lateinisch für „weiß“. Das helle Aussehen geht auf den hohen Silbergehalt zurück. Als Zeitpunkt der Einführung gilt die Mitte des 14. Jahrhunderts, durch einen Trierer Erzbischof. Urkundlich nachweisbar ist er erstmals 1372.

      Danach erhielt die Stadt Köln ein eigenes Münzrecht, je nach Quelle am 15. Januar 1474 oder am 19. September 1475.

      Herzogtum Berg: Nachbildung und eigene Prägung

      Die bergischen Grafen orientierten sich am Kölner Geld. Adolf I. ließ einen silbernen Pfennig schlagen, der dem Kölner Geld bis auf die Umschrift glich. 1275 erhielt Graf Adolf V. das Recht, den Prägeort nach Wipperfürth zu verlegen. Die dortigen Münzen sind keine Nachahmungen mehr.

      Soest, Dortmund und die Abtei Werden

      Bei Selm-Bork fand man 65 Pfennige, alle von einem Kölner Typ. Es ist der älteste mittelalterliche Münzschatzfund Westfalens. Im westlichen Westfalen wurde erst im späten 10. Jahrhundert in Dortmund geprägt, zuvor war Köln der nächste Prägeort. In Westfalen ahmte man den Kölner Typ vor allem im 11. und 12. Jahrhundert vielfach nach. Mittelpunkt war Soest, wo Köln einen Außenposten hatte.

      Die Abtei Werden erhielt ihr Münzrecht laut Überlieferung 974, doch das Privileg gilt als zweifelhaft. Worauf das Münzrecht der Abtei beruht, ist unklar. Von etwa 1080 sind Werdener Münzen überliefert. 1636 entstand eine große silberne Münze von rund 47 Millimetern. Sie war kaum für den Geldumlauf gedacht.

      Der Reichskreis und die Münzaufsicht

      Der Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis, 1500 eingerichtet, umfasste Herrschaftsgebiete bis an die Maas. Ab 1556 bemühte er sich um ein einheitliches Münzwesen. Seit der Reichsmünzordnung von 1566 beaufsichtigte er die Prägung der münzberechtigten Reichsstände. Die Prägung der Abtei Werden hing von der Zustimmung anderer Staaten ab.

      Notmünzen der Provinz Westfalen 1921 bis 1923

      Die Landesbank der preußischen Provinz Westfalen ließ 1921, 1922 und 1923 Notmünzen prägen. Auf der einen Seite zeigen sie das springende Westfalenross, auf der anderen meist den Kopf des Freiherrn vom Stein. Nach einer Darstellung wurden nur die Stücke von 1921 als Notgeld verwendet, nach einer anderen die von 1921 und 1922. Die Stücke von 1923 haben Medaillencharakter und waren nie echte Zahlungsmittel. Eines davon trug mit einer Billion Mark den höchsten Betrag, den eine deutsche Münze bis dahin nannte. Am 15. November 1923 wurde eine neue Währungsordnung eingeführt, die Inflation war damit beendet. Das 1-Billion-Mark-Stück kam erst Anfang 1924 zur Ausgabe.