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      Michael Grothe, Geschäftsführer der HSK Münzen / geseo GmbH

      Michael Grothe

      HSK Münzen

      Geschäftsführer · geseo GmbH

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      Münzen aus Dortmund verkaufen - einfach per Versand

      Aus Dortmund und dem Ruhrgebiet kaufen wir Münzen bequem an, den versicherten Versand zahlen wir. Innerhalb von 48 Stunden bekommen Sie ein unverbindliches Angebot. Passt der Preis, überweisen wir sofort nach Eingang der Münzen.

      Wir kaufen alle Münzarten an: Goldmünzen, Silbermünzen, DM- und Euro-Münzen, historische Münzen und komplette Sammlungen und Nachlässe. Münzen aus dem Ruhrgebiet zu verkaufen läuft bei uns schnell und transparent ab.

      Größere Bestände aus dem Raum Dortmund? Sprechen Sie uns an, wir finden eine passende Lösung.

      Dortmund war die königliche Münzstätte Westfalens

      Im Mittelalter war Dortmund keine gewöhnliche Stadt. Erstmals 882 als Throtmanni erwähnt, lag die Siedlung am Hellweg, der wichtigsten Handelsstraße zwischen Rhein und Elbe. Diese Lage machte Dortmund früh zu einem Zentrum königlicher Macht. Im 11. Jahrhundert richteten die deutschen Könige hier eine Königliche Münzstätte ein, die einzige in ganz Westfalen, in der im Auftrag des Königs geprägt wurde. 1220 erhielt Dortmund als einzige Stadt zwischen Rhein und Weser den Status einer Freien Reichsstadt. Münzrecht und Reichsstadtstatus zusammen machten Dortmund zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte im mittelalterlichen Westfalen.

      Der Dortmunder Pfennig ist seltener als Gold

      Unter den numismatischen Zeugnissen Dortmunds sticht ein Stück besonders heraus: der Dortmunder Pfennig von etwa 1050. Die Silbermünze zeigt die Büste Kaiser Heinrichs III. und gilt als eine der größten Raritäten der deutschen Numismatik überhaupt, weltweit sind nur sechs Exemplare bekannt. Das Landesmuseum Westfalen präsentierte das Stück als „Kunstwerk des Monats“ und hob seinen einzigartigen historischen Rang hervor.

      Der Dortmunder Denar aus dem späten 10. und frühen 11. Jahrhundert war dagegen kein seltenes Museumsstück, sondern ein verbreitetes Zahlungsmittel. Dortmunder Denare, Halbdenare und Vierteldenare kursierten in ganz Westfalen und reichten bis ins Rheinland. Wer im Ruhrgebiet Münzen aus dem Hochmittelalter findet, könnte durchaus auf Dortmunder Gepräge gestoßen sein.

      Hansestadt, Münzrecht und das Ende der städtischen Prägung

      Als Hansestadt war Dortmund Teil des mächtigsten Handelsnetzes des Mittelalters, und das Münzrecht blieb dabei ein wichtiges Machtinstrument. 1320 erwarb die Stadt die Hälfte der ursprünglich königlichen Münzstätte, ein Schritt hin zu bürgerlicher Kontrolle über das städtische Geld. 1419 entzog König Sigismund Dortmund das Münzrecht, gab es 1431 aber in erweiterter Form zurück, jetzt mit dem Recht, auch Goldmünzen zu prägen. Um 1510 endete die städtische Münzprägung nach gut 500 Jahren. Dortmunder Stadtgepräge aus dem 13. bis 15. Jahrhundert sind selten und entsprechend gefragt.

      Notgeld aus der Industriezeit

      Das 20. Jahrhundert brachte eine neue Art von Münzgeschichte nach Dortmund: das Notgeld. Am Ende des Ersten Weltkriegs führte der enorme Metallbedarf der Rüstungsindustrie zu einem massiven Mangel an Kleingeld. Städte, Gemeinden und Betriebe gaben eigene Notgeldscheine und Notmünzen aus, auch in Dortmund und der Region Westfalen. In der Hyperinflation von 1923 wurde dieses Notgeld zum Alltag. Westfälisches Notgeld und Industriemünzen aus der Weimarer Republik sind heute begehrte Sammlerstücke, besonders vollständige Serien oder Exemplare mit auffälligem Motiv erzielen auf Auktionen gute Preise. Viele Dortmunder Familien besitzen solche Stücke, ohne es zu wissen, eingesteckt in alte Briefe oder zwischen den Seiten vergessener Sparbücher.

      Das Dortmunder Münzkabinett

      Wie ernst Dortmund seine Münzgeschichte nimmt, zeigt das Dortmunder Münzkabinett: eine bedeutende Sammlung als Dauerleihgabe der Sparkasse, die das Museum für Kunst und Kulturgeschichte bereichert und auf rund 300.000 Euro geschätzt wird. Seltene Gold- und Silbermünzen sowie Gedenkprägungen mit Stadtbezug gehören dazu, ein eindrucksvolles Zeugnis der lokalen numismatischen Tradition.

      Was aus Dortmunder und Ruhrgebiets-Haushalten heute auf den Markt kommt

      Generationen von Wohlstand im Ruhrgebiet spiegeln sich in dem, was aus Nachlässen zu uns kommt. Kaiserreich-Münzen (1871 bis 1918) sind im Ruhrgebiet besonders verbreitet, weil die boomende Industrie des 19. Jahrhunderts eine breite bürgerliche Sammlerschicht hervorbrachte. Goldmünzen wie Wilhelmsgold, Krügerrand oder südafrikanische Sovereigns finden sich häufig zusammen mit alten Kriegsanleihen-Papieren. Westfälisches Notgeld aus den Jahren 1914 bis 1923 taucht in Dortmund überdurchschnittlich häufig auf, weil viele Industriebetriebe eigene Ausgaben tätigten. DM-Gedenkmünzen füllen im Ruhrgebiet nicht selten ganze Schuhkartons. Und die 10-Euro-Gedenkmünze „Industrielandschaft Ruhrgebiet“ (2003) findet sich in Dortmunder Haushalten als regionales Erinnerungsstück besonders oft.

      Was Ihre Münzen wert sind, müssen Sie nicht wissen, das ist unsere Aufgabe. Schicken Sie uns Fotos, innerhalb von 48 Stunden erhalten Sie eine kostenlose, unverbindliche Einschätzung. Den Versand übernehmen wir. Bei größeren Nachlässen aus Dortmund und dem Ruhrgebiet kommen wir ab einem gewissen Umfang auch persönlich vorbei.