Was sind 2-Euro-Fehlprägungen?
Bei der maschinellen Herstellung von Münzen passieren Fehler: falsche Stempel, verschobene Prägungen, doppelte Abdrücke oder eine Münze auf dem falschen Schrötling. Diese Fehlprägungen entstehen zufällig und werden normalerweise aussortiert. Ein Teil davon gelangt trotzdem in den Umlauf.
Weil solche Stücke selten sind, jagen Sammler danach. Der Preis kann dabei ein Vielfaches des Nennwerts erreichen.
Bekannte und wertvolle Fehlprägungen
Zu den bekanntesten 2-Euro-Fehlprägungen zählen:
- 2-Euro mit Sternenkranz auf falscher Seite: Der Sternenkranz der Vorderseite wurde versehentlich gespiegelt oder verschoben geprägt.
- 2-Euro auf falschem Rohling: Die Münze wurde auf einem Schrötling geprägt, der eigentlich für eine andere Münzgröße gedacht war.
- Doppelprägungen: Der Stempel trifft zweimal und leicht versetzt auf, Schrift und Bild erscheinen doppelt.
- Kippprägungen: Vorder- und Rückseite sind nicht korrekt zueinander ausgerichtet, normale Münzen liegen bei 0°, die Fehlprägung weicht davon ab.
Wie erkenne ich eine Fehlprägung?
Halten Sie Ihre 2-Euro-Münzen gegen das Licht und prüfen Sie:
- Sind Schrift oder Bild versetzt, unscharf oder doppelt?
- Stimmt die Ausrichtung von Vorder- und Rückseite überein?
- Wirkt der Randschrifteinsatz ungewöhnlich oder fehlt er ganz?
- Hat die Münze eine ungewöhnliche Größe oder ein anderes Gewicht?
Im Zweifel helfen eine Lupe und der direkte Vergleich mit einer normalen 2-Euro-Münze.
Was ist meine Fehlprägung wert?
Der Wert richtet sich nach Art und Seltenheit des Fehlers. Kleine Abweichungen sind weit verbreitet und kaum mehr wert als der Nennwert. Echte, deutlich sichtbare Fehlprägungen auf begehrten Ausgaben erzielen dagegen 50 bis über 500 Euro, in Einzelfällen sogar mehr.
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